Neubau ist nicht die Lösung für die Mietenkrise
Immer wieder wird gepredigt, dass der Neubau von Wohnungen eine effektive Lösung für die hohen Mieten in Städten wie Berlin sei. Mehr Angebot ergibt tiefere Preise, ist doch logisch. Was auf den ersten Blick plausibel klingt, ist jedoch falsch.
Wieso? Wenn man sich die Zahlen anschaut, ist es relativ offensichtlich: In Berlin gibt es ca. 1,7 Millionen Mietwohnungen. Pro Jahr werden ca. 17.000 neue Wohnungen gebaut. Das sind bloß 1 %. Wenn die Preise auf dem Wohnungsmarkt nur von Angebot und Nachfrage beeinflusst würden, ist klar, dass ein erhöhtes Angebot von 1 % pro Jahr kaum einen Einfluss auf die Mietpreise hat.
Dazu kommt, dass die Nachfrage natürlich nicht konstant bleibt. Wenn mehr Angebot da ist, gibt es auch mehr Nachfrage, was wiederum die Mietpreise erhöht. Dieses Phänomen heißt übrigens induzierte Nachfrage und ist auch in anderen Lebensbereichen zu beobachten. So zum Beispiel bei Autobahnen: Das Hinzufügen einer Spur führt nicht dazu, dass es weniger Stau gibt. Sondern es fahren dann mehr Leute mit dem Auto, bis sich wieder ein Staugleichgewicht einpendelt. Bis also eine durchschnittliche Stauschmerzgrenze erreicht ist.
Und genau so ist das mit Mietwohnungen.
Wie kann man dann sicherstellen, dass es bezahlbare Wohnungen in beliebten Städten gibt?
Wenn man sich die Zahlen von oben noch mal anschaut, wird eines klar: Der größte Hebel liegt im bestehenden Wohnungsbestand.
Wieso? Wenn man sich die Zahlen anschaut, ist es relativ offensichtlich: In Berlin gibt es ca. 1,7 Millionen Mietwohnungen. Pro Jahr werden ca. 17.000 neue Wohnungen gebaut. Das sind bloß 1 %. Wenn die Preise auf dem Wohnungsmarkt nur von Angebot und Nachfrage beeinflusst würden, ist klar, dass ein erhöhtes Angebot von 1 % pro Jahr kaum einen Einfluss auf die Mietpreise hat.
Dazu kommt, dass die Nachfrage natürlich nicht konstant bleibt. Wenn mehr Angebot da ist, gibt es auch mehr Nachfrage, was wiederum die Mietpreise erhöht. Dieses Phänomen heißt übrigens induzierte Nachfrage und ist auch in anderen Lebensbereichen zu beobachten. So zum Beispiel bei Autobahnen: Das Hinzufügen einer Spur führt nicht dazu, dass es weniger Stau gibt. Sondern es fahren dann mehr Leute mit dem Auto, bis sich wieder ein Staugleichgewicht einpendelt. Bis also eine durchschnittliche Stauschmerzgrenze erreicht ist.
Und genau so ist das mit Mietwohnungen.
Wie kann man dann sicherstellen, dass es bezahlbare Wohnungen in beliebten Städten gibt?
Wenn man sich die Zahlen von oben noch mal anschaut, wird eines klar: Der größte Hebel liegt im bestehenden Wohnungsbestand.
Leerstand ist ein riesen Problem
In Berlin stehen 40.500 Wohnungen leer. Vor allem, weil Immobilienfirmen und Investoren damit spekulieren und weil ein großer Teil davon auch illegal auf Airbnb als Ferienwohnungen vermietet wird. Außerdem stehen auch 1,5 Millionen m² Büroflächen leer, die man in 25.000 Mietwohnungen umwandeln könnte. Durch bessere Bekämpfung von Leerstand und die Umwandlung könnte man also sehr schnell sehr viel Wohnraum schaffen.
Landeseigene Wohnungen sind ein wichtiger Hebel
Das Land Berlin hat ca. 400.000 landeseigene Wohnungen. Diese werden im Schnitt zwar günstiger vermietet als Wohnungen im privaten Eigentum, sind aber immer noch deutlich zu teuer und werden illegalerweise auch über den ortsüblichen Vergleichsmieten vermietet. Durch die Einführung eines konsequenten Mietendeckels für diese Wohnungen hätte man den schnellsten und größten Effekt zur Senkung der Mieten für sehr viele Berliner:innen.
Besseres Vorgehen gegen Mietwucher
In Berlin wird jede zweite Wohnung, oft illegal, nur auf Zeit und möbliert vermietet. So versuchen dreiste Vermieter, die ortsübliche Maximalmiete pro Quadratmeter zu umgehen. So vermietete Wohnungen sind im Schnitt dreimal so teuer wie eine regulär vermietete Wohnung.
Auch regulär vermietete Wohnungen werden oft illegal zu Wucherpreisen angeboten, also zu Preisen, die die ortsübliche Miete deutlich überschreiten (teilweise bis zu 50 % teurer, als eigentlich erlaubt wäre).
Warum ist das überhaupt möglich? Weil die Ämter nicht konsequent dagegen vorgehen. Oft fehlt das Personal oder die Ressourcen. Durch mehr Investitionen in den Bezirken in genau diesen Bereich könnte man die Mieten für viele Berliner:innen rasch signifikant senken.
Natürlich bedeutet das nicht, dass man gar keinen Neubau machen sollte. Beim Neubau ist es aber wichtig, dass ein großer Teil der neuen Wohnungen Sozialwohnungen sind. Im Moment ist das nicht der Fall. Stattdessen werden irgendwelche fancy “Executive apartments” gebaut, die dann zu extrem hohen Profiten an reiche Menschen vermietet oder verkauft werden.
Große Immobilienkonzerne sind rein von Profit getrieben. Sie bauen nicht selbstlos bezahlbare Wohnungen für die Menschen, die in Städten leben wollen. Deshalb brauchen wir Städte, die genau dagegen vorgehen.
Außerdem brauchen wir auch die Unterstützung des Bundes, zum Beispiel mit einer besseren Regelung des Mietendeckels.
Hast du das Gefühl, dein Vermieter zockt dich auch ab? Dann mach den kostenlosen Mietwucher-Check und hol dir deine Miete zurück.
Referenzen:
Auch regulär vermietete Wohnungen werden oft illegal zu Wucherpreisen angeboten, also zu Preisen, die die ortsübliche Miete deutlich überschreiten (teilweise bis zu 50 % teurer, als eigentlich erlaubt wäre).
Warum ist das überhaupt möglich? Weil die Ämter nicht konsequent dagegen vorgehen. Oft fehlt das Personal oder die Ressourcen. Durch mehr Investitionen in den Bezirken in genau diesen Bereich könnte man die Mieten für viele Berliner:innen rasch signifikant senken.
Natürlich bedeutet das nicht, dass man gar keinen Neubau machen sollte. Beim Neubau ist es aber wichtig, dass ein großer Teil der neuen Wohnungen Sozialwohnungen sind. Im Moment ist das nicht der Fall. Stattdessen werden irgendwelche fancy “Executive apartments” gebaut, die dann zu extrem hohen Profiten an reiche Menschen vermietet oder verkauft werden.
Große Immobilienkonzerne sind rein von Profit getrieben. Sie bauen nicht selbstlos bezahlbare Wohnungen für die Menschen, die in Städten leben wollen. Deshalb brauchen wir Städte, die genau dagegen vorgehen.
Außerdem brauchen wir auch die Unterstützung des Bundes, zum Beispiel mit einer besseren Regelung des Mietendeckels.
Hast du das Gefühl, dein Vermieter zockt dich auch ab? Dann mach den kostenlosen Mietwucher-Check und hol dir deine Miete zurück.
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